Finnland
  Finnische Schule
 
"Man muss schon sagen, dass Finnische Schulen eindeutig besser sind als Deutsche Schulen. Die Schüler sind motivierter und daher auch die Lehrer, oder umgekehrt. Lehrer verdienen in Finnland nicht soviel wie in Deutschland, dafür sind sie aber sehr angesehen. Wer Lehrer ist, der ist schon was! In Deutschland ist beides ja eher umgekehrt...

Die Schulbildung ist unterteilt in Grundschule und Oberstufe. Die Grundschule geht von der ersten bis zur neunten Klasse und es ist Pflicht dorthin zu gehen. Nach der neunten hat man dann so etwas wie Realschulabschluss. Man kann danach entweder eine Ausbildung machen oder zum Lukio gehen, so etwas wie Oberstufe. In so einem Lukio bin ich auch gelandet.






Lukio:
In der Regel macht man dort nach drei Jahren Abitur. Der Unterricht besteht nur aus Kursen, die man ziemlich frei wählen kann. Es gibt zwar auch Pflichtfächer, aber das sind nicht sehr viele, man kann selber seine Schwerpunkte setzen. Es gibt Leute die haben fünf verschiedene Sprachen und dann wieder andere die nur Englisch und Schwedisch haben und stattdessen Religion und Philisophie und sowas.
Die Kurse werden alle sechs Wochen neu gewählt. Nach einem Abschnitt von sechs Wochen (Jakso) sind eine Woche lang nur Prüfungen. Man kann maximal 7 verschiedene Fächer wählen, aber die meisten haben nur 5 Fächer. In dieser Prüfungswoche hat man jeden Tag eine Prüfung, wenn man allerdings nur 5 Fächer gewählt hat, auch zwei Tage frei. Die Prüfungen sind sehr schwierig (finde ich) und eine Prüfung kann bis zu 3 Stunden dauern.

Die Schule an sich ist aber ziemlich entspannt. Ich habe nur drei Unterrichtsstunden (75 min lang) am Tag und muss auch erst um 9:30 in der Schule sein. Und Schluss habe ich auch schon wieder um 14:00 Uhr. Um 10:45 Uhr gibt es ein kostenloses Mittagessen, das meistens gut ist, manchmal aber auch einfach ungeniessbar.

Der Unterricht an sich ist auch ganz anders. Gruppenarbeit gibts im Lukio überhaupt nicht (ausser in Religion). Die meiste Zeit steht der Lehrer vorne an der Tafel und redet und redet. Manchmal stellt er/sie aber auch Fragen, oder in den Sprachfächern müssen wir auch oft miteinander reden. Und in Kunst natürlich malen. Mündliche Noten gibt es auch nicht, dafür wird einfach zu wenig gesprochen.

Die Schulbücher muss man sich selber kaufen und für jeden Kurs braucht man neue. Die Bücher sind auch sehr teuer, meine beiden Spanischbücher haben zusammen 55€ gekostet! Aber in den meisten Fächern kann ich Anettes Bücher benutzen.






Das ist mein Zeugnis, in der vorletzten Spalte kann man meine Durschnittsnote von allen Kursen des jeweiligen Faches sehen. Die einzelnen Nummern nach den Kursen (zum Beispiel: Espanja 10, 10, geben an welche einzelnen Noten ich von welchem Kurs bekommen habe. (z.B. In "Espanja" eine 10 vom ersten und zweiten Kurs, eine 8 vom dritten Kurs)
Jetzt nochmal eine kleine Übersetzungshilfe zu den einzelnen Fächern: Saksa - Deutsch, Espanja - Spanisch, Matematiikka pitkä - "langes", also Mathe Leistungskurs, Maantiede - Erdkunde, Kemia - Chemie, Uskonto - Religion, Historia - Geschichte, Kuvataide - Kunst
Noten: 10 ist die Beste und 4 die Schlechteste. "S" heisst bestanden, "O" heisst teilgenommen.

 
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